(Text: Annette Kirchgeorg)
Am 6. September 2026 führte unser letzter Ausflug der Saison zu zwei Gärten ins Segeberger Land, nordöstlich von Hamburg. Nahe der Innenstadt von Bad Segeberg, vor dem Waldgürtel des großen Sees, befindet sich das Grundstück von Andrea Fischer. Der erste Eindruck: Haus mitten im Garten, erreichbar zu Fuß. Weder Zufahrt noch Carport noch die sonstigen üblichen Vorgarteneinrichtungen in Sicht! Wir betreten einen in sich geschlossenen ornamentalen ruhigen Gartenraum. Der Hauseingang wird rücksichtsvoll über eine an die Fassade lehnende zweiseitige Treppe erreicht. Bei der Planung spielte sicher auch der Blick aus dem Hochparterre in das stilvolle Gärtchen eine Rolle. In den geschwungenen Parterres spiegelt sich das Weiß des Hauses wieder, momentan hohe Solitärs von weißen Japan-Anemonen. Hinter dem Haus erstreckt sich ein großzügiger Terrassenbereich, von dem aus unser Blick weit über den Garten bis zur hohen grünen Kulisse schweift. Das Herzstück ist als Senkgarten angelegt. Eine gute Idee finden wir, denn das verleiht dem Ganzen räumliche Weite und besonderes Flair. Hier befinden sich Kiesflächen mit trockenheitsverträglicher Bepflanzung. Als Mittelpunkt duckt sich ein Gewächshaus in die Mulde, nebenan gestaltete Hochbeete. Auch ein Blick in die Randzonen des Grundstückes lohnt sich. Hier sind die notwendigen Nebenflächen und Arbeitswege sowie der Sichtschutz untergebracht. Alles durchgehend geplant und interessant gestaltet. Und das alles auf 1600 m2, übrigens ohne Rasen. Danke an Andrea Fischer, dass wir ihren interessanten Garten sehen durften.
©2026 Henry Froböse
©2026 Henry Froböse
©2026 Henry Froböse
Zur Mittagspause gab’s als Nachtisch wieder einmal „Pflanzen aus dem Kofferraum“ zu tauschen. Immer wieder eine gute Herbstaktion.
Dann ging’s über Land in das Dörfchen Stukdorf, wo uns Anja Look und Pascal Cabella vor ihrer schönen Reetdachkate erwarteten und uns einen „ländlichen vielfältiger Garten“ auf 2600 m2 in Aussicht stellten. Was wir nach und nach entdecken, ist jedoch mehr: ein Füllhorn an Ideen im waldigen Ambiente. Markante Bäume sind liebevoll gewürdigt, zum Beispiel ein Schlafpavillon unter einer Riesenesche, deren Dach zum Hinlegen mit Blick in die einmalige Baumkrone einlädt. Beim Durchstreifen des Gartens im Wechsel von Licht und Schatten tauchen immer wieder verborgene Winkel auf mit hübschem Sitzplatz, Liegestuhl, Mäuerchen, Rondell und vielem mehr. Das Besondere: an jeder Stelle plätschert, murmelt, sprudelt ein Wasserspiel, was uns zu gerne verweilen lässt und Schönheit und Flair der Orte unterstreicht. So zieht es einen kreuz und quer weiter bis zum Bach Stuckau, zum großen Teich und der Boulebahn, wo das Spiel zusammen mit Herrn Cabella im vollen Gange ist. Zu Kaffee und Kuchen verteilt die Gruppe sich noch einmal in die vielen Gartenbereiche. Dann geht’s noch zum Nutzgarten mit Gewächshaus, Hühnerhof und Sitzplatz in den Beerensträuchern. Wieder fällt auf, dass hier handwerkliches und gestalterisches Geschick dem Ort Rechnung tragen. Es wird sicherlich auch Wert gelegt auf heimische Sträucher und Stauden, sowie Rosen. Im Moment prägen noch viele Funkien und Waldastern die abgeblühten Beete. Wir hoffen, einmal früher im Jahr wiederkommen zu dürfen. Danke an Frau Look und Herrn Cabella für die Einladung.
©2026 Henry Froböse
©2026 Henry Froböse
©2026 Henry Froböse
