Ein spannender Streifzug durch die Welt der Hostas bei der Gesellschaft der Staudenfreunde, Regionalgruppe Berlin-Brandenburg, am 9. Oktober 2026
Wer kennt sie nicht, die Funkien mit ihren eindrucksvollen Blättern, die in zahlreichen Grün-, Blau- und Gelbtönen unsere Gärten bereichern? Doch hinter diesen beliebten Stauden verbirgt sich eine faszinierende Geschichte, die weit über ihre Verwendung als attraktive Blattschmuckpflanzen hinausgeht.
Am 9. Oktober 2026 nahm Tobias Wagenknecht die Mitglieder der Gesellschaft der Staudenfreunde, Regionalgruppe Berlin-Brandenburg, mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Hostas. Von ihren ostasiatischen Ursprüngen über die erstaunliche Vielfalt der Arten und Sorten bis hin zu wertvollen Hinweisen für die Gartenpraxis spannte er einen abwechslungsreichen Bogen.
Die Geschichte der Funkien beginnt in Ostasien, insbesondere in Japan, Korea und China. Dort wachsen zahlreiche Wildarten, die den Ursprung unserer heutigen Gartenfunkien bilden.
Schon früh weckten diese Pflanzen das Interesse europäischer Pflanzenfreunde. Über mehrere Jahrhunderte fanden sie ihren Weg nach Europa, wurden botanisch beschrieben, gesammelt und schließlich in Gärten kultiviert.
Wie viele Hosta-Arten gibt es eigentlich? Eine überraschend schwierige Frage! Während früher bis zu 40 Arten unterschieden wurden, kamen spätere Untersuchungen zu anderen Ergebnissen. Genetische Forschungen haben die Einordnung zusätzlich verändert, und selbst heute gibt es noch neue Erkenntnisse.
Besonders spannend ist der Blick auf die Wildarten. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Größe, Blattform und Blattfarbe, sondern auch in ihren Blüten und Wuchsformen. Die große Vielfalt der heutigen Gartenfunkien lässt sich erst vor diesem Hintergrund richtig verstehen.
Hostas gelten als klassische Schattenstauden. Doch ganz so einfach ist es nicht. Nicht jede Funkie fühlt sich an einem tiefschattigen Standort wohl.
Wie viel Licht eine Pflanze benötigt, hängt unter anderem von ihrer Sorte und Blattfarbe ab. Manche vertragen und benötigen sogar mehr Sonne, während andere geschützte, schattige Plätze bevorzugen.
Auch die Kultur in Töpfen und Kübeln war Thema des Vortrags. Entscheidend sind ein geeignetes, durchlässiges Substrat, eine gute Wasserversorgung und der Schutz vor Staunässe. Damit können Funkien nicht nur im Gartenbeet, sondern auch auf Terrassen und Balkonen eindrucksvolle Akzente setzen.
Und was ist mit den Schnecken? Kaum ein Gespräch über Funkien kommt ohne dieses Thema aus. Deshalb ging es auch um praktische Möglichkeiten, den ungebetenen Gartenbesuchern vorzubeugen und sie zu bekämpfen. Neben der Wahl geeigneter Sorten spielen vorbeugende Maßnahmen, regelmäßige Kontrollen und verschiedene Schutzmethoden eine Rolle. Dabei wurde deutlich, dass es nicht die eine perfekte Lösung gibt. Vielmehr kommt es auf eine Kombination geeigneter Maßnahmen und die jeweiligen Bedingungen im Garten an.
Wer bisher vor allem die dekorativen Blätter der Funkien geschätzt hat, dürfte nach diesem Abend manche Pflanze im eigenen Garten mit anderen Augen betrachten.
→ Gartentipp: Knoblauchspray gegen Schnecken
Ein interessanter Tipp aus dem Vortrag von Tobias Wagenknecht war die Herstellung eines Knoblauchsprays, das helfen soll, Schnecken von den Funkien fernzuhalten:
• 2 große Knoblauchzehen zerdrücken.
• In 1 Liter Wasser etwa 10 Minuten kochen.
• Anschließend abkühlen lassen und absieben.
• Von diesem Sud 2 Esslöffel auf 1 Liter Wasser geben und in eine Sprühflasche füllen.
• Bei beginnendem Schneckenbefall etwa alle zwei Wochen an trockenen Abenden sprühen.
Das Knoblauchspray ist eine einfache, selbst hergestellte Möglichkeit, Schnecken möglicherweise abzuschrecken. Seine Wirksamkeit ist allerdings nicht zuverlässig wissenschaftlich belegt.
Weitere Informationen zu Hostas (Funkien) finden Sie hier





