Aktivitäten

Jahrestreffen in Berlin/Brandenburg März 2025

Text: Maren Gatzemeier / Mathias Brendle
Bildnachweis: Maren Gatzemeier (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 14, 15, 16, 17)
Gesa Steinbrecher (1, 12, 13, 18, 19)

Bei bestem frühlingshaftem Wetter starteten 20 fröhliche Mitglieder der Fachgruppe Helleborus zusammen mit 2 Gästen in ein traumhaftes Jahrestreffen. Niemand konnte sich daran erinnern, über die gesamte Dauer des Jahrestreffens schon einmal so milde Temperaturen und keinen Regen gehabt zu haben. Gleich am Freitag stand der Besuch von 3 Privatgärten im Nordwesten von Berlin an. Frohnau, der nördlichste Teil von Reinickendorf, erinnert wegen seiner Schönheit und Ruhe an einen Kurort. Gleich zwei Gärten konnten in diesem schönen Ortsteil besucht werden, der nicht aus einem Dorf oder aus einer alten Siedlung hervorgegangen ist, sondern Anfang des 20. Jahrhunderts als Gartenstadt geplant wurde. Es verdankt seine Existenz Guido Graf Henckel Fürst von Donnersmarck. Er kaufte 1907 in der Stolper Heide 3.000 Morgen Wald und überschrieb sie zu Recht eigenwilligen Bedingungen an die »Berliner Terrain-Centrale«: Es durften nur Einfamilienhäuser in lockerer Bebauung und im Landhausstil errichtet werden und jede Straße sollten Bäume wie Ahorn, Linde, Eiche oder Kastanie prägen. Kein Wunder, dass gutsituierte Bürger, Intellektuelle und Künstler in die stattliche Villen- und Landhauskolonie zogen. 

 

Begrüßt wurden wir von Irene Bose, die uns ihren Waldgarten Pupuce öffnete. Sie wohnt seit 1990 in dem Haus, das von hohen, alten Bäumen umrahmt wird. Mit der Gartenanlage hat sie vor etwa 25 Jahren begonnen. Der Garten ist ca. 1300qm groß und inzwischen schön eingewachsen. Der alte Baumbestand fällt besonders auf, der Garten und Haus einen besonderen Charakter verleiht. Ziehen jetzt im März noch die vielen Frühjahrsblüher alle Blicke auf sich, werden diese später von blühenden Gehölzen und Stauden abgelöst. Besonders haben uns Besuchern neben den üppig blühenden Galanthus, Crocus und Puschkinien einige sehr früh blühende Erythronium dens-canis Der Garten strahlt eine große Ruhe aus und während wir Vögel und auch schon Schmetterlingen beim Umherschwirren zusahen, kam ein Fuchs vorbei und schaute, wer die Ruhe in seinem Revier stört.

 

Danach ging es gleich weiter zum Garten von Sybille Voormann. Auch hier fallen die hohen Bäume auf, die dem Garten ein besonderes Flair verleihen. Das Grundstück ist mit Hecken und Sträuchern gegliedert und geht in den Garten des Bruders über. Auch diesen Garten durften wir besichtigen. Wunderschön ist das alte Haus, das der Großvater 1913 gekauft hat. Später erwarb er für seinen Sohn das Nachbarhaus, um die Enkel in seiner Nähe aufwachsen zu sehen. So wundert es nicht, dass Frau Voormann das Gärtnern bereits von ihrer Großmutter gelernt hat. Sie zeigte uns auch, wo sie schon als Kind ihr erstes eigenes Beet anlegen durfte. 


In dem großzügig gestalteten Garten mit geschwungenen Rasenflächen und formalem Wasserbecken fallen jetzt im Frühjahr die vielen Frühjahrsblüher ins Auge und auch die 3 großen Hamamelisgehölze zeigen sich in ihrer vollen Blütenpracht.

Es war kaum genug Zeit, diese vielen Eindrücke zu verarbeiten, da ging es schon zum nächsten Garten. Auch hier, in Berlin Hermsdorf, nicht weit von Frohnau entfernt, prägen wunderschöne Villen und Wohnhäuser das Bild der Straße. So wundert es nicht, dass uns Brigitte Gramlich in einem 2100qm großen und parkähnlich gestalteten Garten empfing. Die großzügigen Rasenflächen, zusammen mit dem alten Baumbestand, ergänzen perfekt den Charme der 1927 im englischen Landhausstil errichteten Villa. Brigitte Gramlich erzählte mit viel Leidenschaft, wie sie 2010 zuerst ihren Mann vom Kauf des verwilderten Anwesens überzeugen musste und wie sie dann gemeinsam die Mammutaufgabe angingen, das Haus und den Garten aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Wir sahen das Ergebnis und sind begeistert, was den Gramlichs in den 15 Jahren gelungen ist. Brigitte ist aber nicht nur eine begnadete Gärtnerin, sondern sie verwöhnt ihre Gäste auch noch als warmherzige Gastgeberin – ganz herzlichen Dank.

 

Nach diesem schönen Tag mit Gartenbesuchen, stand am Abend noch die Mitgliederversammlung an. Ulrike Link berichtete, dass die Fachgruppe um 3 weitere Mitglieder gewachsen ist. Im Weiteren ging es um die Organisation des Samentausches, der bedingt durch die kurze Keimfähigkeit der Samen, direkt nach der Samenreife erfolgen sollte. Da dies zeitlich nicht mit dem allgemeinen Samentausch der GdS zusammenpasst, versucht die Fachgruppe hier eigene Wege zu gehen. Beim weiteren Thema ging es um das 10-jährige Jubiläum, welches die Fachgruppe im nächsten Jahr feiern kann. Natürlich freuen sich schon alle auf das Ereignis und tauschten fleißig Ideen für die nächste Reise aus.

 

Bei weiterhin bestem Wetter startete die Gruppe am Samstag zum Sammlergarten von Bärbel und Klaus-Dieter Metz, der direkt im Areal des Parks von Sanssouci gelegen ist. Bärbel Metz war über vierzig Jahre lang Gärtnerin in der Parkgärtnerei und so wundert es nicht, dass sie eine beeindruckende Sammlung und Pflanzen umsorgt. Bärbel Metz führte uns durch ihr rund 1500qm großes, beeindruckendes Reich. Nachdem wir schon dachten, wir hätten inklusive der schönen Helleborus Hybriden alles gesehen, machte uns Frau Metz darauf aufmerksam, dass sich weitere Gartenteile auf der anderen Seite vom Haus befinden.

Mittags stand dann der Besuch bei Andreas Händel (Mr. Hepatica) auf dem Programm. Er selbst hatte leider auf dem Gartenmarkt in Erfurt zu tun, deshalb begrüßte uns seine Frau Gundula und stand uns im Garten und im Verkauf mit Rat und Tat zur Seite. Das Sortiment an Hepatica, Eranthis und vielen anderen Stauden zeigt sich äußert vielseitig. Wer mit offenen Augen durch den Garten und die Quartiere ging, konnte auch schon einen Blick auf die zukünftigen Schätze erhaschen. Da zeigten sich sehr schöne gelbe Helleborushybriden, Adonisröschen in sanften Bronzetönen und Leucojum mit einem kleinen grünen Rand. Wir sind gespannt, wie es mit diesen Entwicklungen weiter geht.

 

 

Leucojum Waldelfe Adonis amurensis Auslesen

Am Nachmittag ging es dann abermals in einen Privatgarten, unweit von unserem Hotel in Potsdam/Golm. Von der Straße her kaum zu erahnen, befindet sich hinter dem Tor ein historischer Vierseithof. Als Jochen Kraatz diesen nach der Wiedervereinigung zurück erlangen konnte stand er Anfang der 90er Jahre vor einer verwahrlosten Brache und maroden Gebäuden. Es gehörte gewiss eine Menge Fantasie, Kreativität und Enthusiasmus dazu, um hier einen Garten der Superlative entstehen zu lassen. Das 1,5ha große Areal ist heute bekannt für seine umfassende Hostasammlung. Das Gelände ist mit vielen großen und kleinen Findlingen modelliert, und Bäume und Gehölze schaffen einen natürlichen Rahmen für die Stauden. Am Haus empfängt uns Sabine Kraatz und spaziert mit uns durch den Garten, in dem jetzt im Frühjahr Abertausende von blühenden Zwiebelblumen den Boden bedecken, ergänzt von schönen Helleborus Hybriden. Beim Gartenrundgang kamen wir aus dem Staunen nicht heraus und wünschten uns alle, den Garten in ein paar Monaten, wenn sich Hemerocallis, Rosen und Hosta präsentieren, noch einmal zu sehen.

 

 

Der letzte Tag unserer Reise führte uns in den weithin bekannten Garten von Karl Förster, wo unsere Gartenführerin, Regina Ebert, schon auf uns wartete. Fachkundig führte sie uns durch die verschiedenen Gartenbereiche, zeigte uns historische Bilder und sie hatte auch so manches kluge Zitat von Karl Foerster parat. Am Frühlingsweg entdeckten wir auch hier sehr schöne Helleborus Hybriden und bekamen durch die Führung sogar einen Einblick in den privaten Garten hinter dem Haus, der erst seit wenigen Jahren wieder hergerichtet ist. Die große Überraschung des Tages war aber, dass wir tatsächlich an Karl Foersters Geburtstag durch seinen Garten flanierten.

Helleborus Ericsmithii Viviana

Helleborus Winterangels Cheryl's Shine

Zum Abschluss des schönen Reisewochenendes ging es in die russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam. Ein einzigartiges Ensemble, das 1826 bis 1827 auf Wunsch von Friedrich Wilhelm III. als Gedenkstätte für Zar Alexander I. errichtet wurde. Die Kolonie besteht aus 12 Gehöften, die jeweils einen kleinen Garten haben, sowie einer russisch-orthodoxen Kirche und einem weiteren Haus neben der Kirche.

 

Die Kolonie wurde für russische Sänger angelegt, die als Geschenk des Zaren am preußischen Hof blieben. Jedes der Häuser war vollständig möbliert, und jeder Haushalt erhielt eine Kuh geschenkt. Die Gärten waren bereits bei der Errichtung der Siedlung angelegt und dienten nicht nur der Selbstversorgung, sondern auch der Schönheit und als Erholungsort für die Bewohner.

Die meisten Häuser der Kolonie sind heute in Privatbesitz, nachdem sie lange Zeit im Besitz des Hauses Hohenzollern waren, deshalb freuten wir uns sehr, dass uns Anne und Lutz Andres einen Einblick in ihr privates Domizil und ihren Garten erlaubten. Mit viel Liebe zum Detail haben sie die Böden und Wände nach alten Vorlagen saniert und das Haus mit passenden Möbeln ausgestattet. Der Garten zeigt noch Teile der historische Grundstrukturen mit alten Obstbäumen. Und da es sich in historischer Anlehnung bei dem Ehepaar Andres um ein Musikerpaar handelt, wurden zum Abschluss dieser rundherum gelungenen Gartenreise zur Klavierbegleitung von Frau Andres noch gemeinsam 2 Lieder gesungen.

 

 

 

Jahrestreffen in Regensburg - März 2023

03.03. – 05.03.2023
Bei Kälte und trotzdem strahlendem Sonnenschein fängt unser Jahrestreffen am Freitag, den 03.03.2023 in Regensburg an.
Wir treffen uns im Hotel und fahren gemeinsam zu unserem ersten Garten.
Der 2.500 qm große Garten von Josef Reitinger ist von Feldern umgeben. Der neu angelegte Sandgarten fließt, fasst in das umliegende Feld hinein. Klare Strukturen in den Beeten sorgen für eine gute Sicht auf die Pflanzen. Eine Fülle von verschiedenen Geophyten und eine feine Auswahl von Helleborus sehen wir im Garten.
Für uns hat Josef eine Schale mit verschiedenen Helleborus dekorativ aufgestellt.
Der Auftakt für das Jahrestreffen ist gelungen.

Am Samstag, den 04.03.2023 geht es in die Gärtnerei von Ingrid und Horst Bäuerlein. Es ist so kalt, dass die Pflanzen auf den Beeten liegen und wir erst einen Vortrag von Matthias Thomsen über Helleborastrum hören. Anschließend gebe ich einen kurzen Rückblick über die Aktionen der Fachgruppe und wir legen unser nächstes Reiseziel fest. Wir stärken uns mit Kaffee und belegten Brötchen, damit wir die Kälte besser verkraften. Horst Bäuerlein führt uns durch seinen interessanten und vielfältigen Garten. Die Schneeglöckchen und Helleborus sind, obwohl es immer noch sehr kalt ist, mittlerweile wieder aufgestanden und wunderschön anzusehen.

Nachmittags treffen wir uns, es ist immer noch sehr kalt, im Garten von Petra Vogt-Werner. Ein Sammlergarten: auf 300 qm sehen wir eine Fülle von wunderschönen Helleborus, Schneeglöckchen, Hepatica und einiges mehr. Petra Vogt-Werner zeigt uns wie man Helleborus vermehrt. 
Die Anleitung dazu gibt es auf unserer GdS-Homepage in der Fachgruppe Helleborus zu finden. 

Danach hatten wir noch Gelegenheit, den Garten von Gabi Hildebrandt zu sehen. Ein Hausgarten mit einer klaren Struktur und auch dort gab es viele Geophyten zu sehen.

Bedingt durch Corona und die Kälte konnten wir unseren letzten Garten am Sonntag leider nicht mehr anschauen.

Trotz der widrigen Temperaturen haben wir an unserem Jahrestreffen eine Fülle von tollen Gärten gesehen. Wir haben einen informativen Vortrag gehört und eine persönliche Anleitung zur Vermehrung von Helleborus gezeigt bekommen.

Es war inspirierend, schöne Gespräche; und so einige neue Pflanzen ziehen in unsere Gärten ein.

Ich bedanke mich bei allen die für uns die Gärten geöffnet haben und ein Danke an alle Teilnehmer.

Impressionen vom Gruppentreffen

Jahrestreffen FG Helleborus 2023

Jahrestreffen FG Helleborus 2023

Jahrestreffen FG Helleborus 2023

Jahrestreffen FG Helleborus 2023

Jahrestreffen FG Helleborus 2023

Jahrestreffen FG Helleborus 2023

Jahrestreffen FG Helleborus 2023

Jahrestreffen FG Helleborus 2023

Gartenreise nach Norddeutschland Februar 2020

Jahrestreffen 14.02. bis 16.02.2020

Reise der Fachgruppe Helleborus im Februar 2020

Auf geht es in den Norden Deutschlands, die FG Helleborus ist wieder unterwegs!

Wir sind eine kleine Gruppe von 15 Personen und beginnen mit einer Betriebsbesichtigung in Glandorf, bei der Firma Heuger.

Besichtigung bei Josef Heuger

Herr Josef Heuger zeigt uns persönlich seinen Betrieb. In zwei Stunden führt er uns durch zwei Betriebsstätten. Der Betrieb ist noch viel größer, aber wir wollen ja heute noch weiter nach Dötlingen. Für mich ist dies hier eine neue Sichtweise auf Meristem vermehrte Hellebori. Hier im Betrieb gibt es gutes Grundmaterial, aus dem gute Pflanzen werden.

Wir haben anschließend doch noch ein wenig Zeit für den Kaffee und Kuchen, den Frau Heuger für uns vorbereitet hat. Und es wird angeregt diskutiert. Der Besuch war zu kurz für einen so großen Betrieb, aber einen ersten Eindruck haben wir alle bekommen.

Betriebsbesichtigung bei Josef Heuger
Foto: Betriebsbesichtigung mit Josef Heuger

Unser nächstes Ziel ist unser Hotel Gut Altona in Dötlingen/OT Altona, da wartet ein feines Abendessen und gemütliches Zusammensitzen.

Besichtigung bei Olaf Schachtschneider

Der nächste Tag beginnt um 9 Uhr im Pflanzenhof von Olaf Schachtschneider. Er gibt eine umfangreiche Einführung in seine Hellebori-Schätze und seinen Betrieb. Olaf Schachtschneider baut gerade seinen Betrieb um. Wir sind früh im Jahr unterwegs, die neuen Gewächshäuser sind noch nicht ganz fertig, aber schon jetzt schön anzusehen.

9 Uhr: Start bei Olaf Schachtschneider
Foto: 9 Uhr Start bei Olaf Schachtschneider

Wir haben noch Zeit unsere Einkäufe zu tätigen – da wandern nicht nur Hellebori ins Körbchen. Ein kurzer Imbiss, von Frau Schachtschneider zubereitet, und auf geht’s in den Betrieb von Jens Schachtschneider.

Besichtigung bei Jens Schachtschneider (Stauden Ring)

Jens Schachtschneiders Sohn Torben holt uns ab und wir erhalten auch hier eine gute, informative Führung durch den Betrieb. Torben Schachtschneider hat uns den Konferenzraum für unsere Tagung zur Verfügung gestellt. Auch hier werden wir mit Kaffee und Getränken versorgt. Wir sind im Zeitplan.

Die FG Helleborus beschließt 2021 nach England zu reisen.

Besichtigung Garten Frau Petschallies

Nun geht es in den kleinen, aber sehr feinen Hellebori- und Frühlingsblüher-Garten von Frau Petschallies. Sie ist eine leidenschaftliche Sammlerin und ausgezeichnete Kennerin unserer aller Lieblinge, der Helleborus. Eine leckere Torte und Kaffee gab es auch hier.

Helleborus bei Frau Petschallies
Foto: Helleborus bei Frau Petschallies

Ashwood-Hybriden bei Frau Petschallies
Foto: Ashwood-Hybriden bei Frau Petschallies

Der Abschluss unseres Tages findet bei Olaf Schachtschneider bei Vortrag und Whisky statt. Der Tag war lang und wir haben noch ein schönes Essen im Hotel vor uns.

Planänderung – Garten Voss und Garten Bolken

Unser letzter Tag ist angebrochen. Leider wurde unser Besuch in Bad Zwischenahn wegen Orkan abgesagt. Olaf Schachtschneider, ein Mann der Tat, organisiert für uns einen Waldgartenbesuch bei Frau Voss. Wir sehen dort wunderbare Gehölze und Frühlingsblüher.

Waldgarten von Frau Voss
Foto: Waldgarten von Frau Voss

Auch Tanja Bolken hat mir sofort angeboten, dass wir in ihren Frühlingsgarten kommen können. Der Schluss unserer Fahrt ist gerettet. Tanja Bolken hat eine Sammlung mit Schneeglöckchen und vielen Hellebori. Auch hier genießen wir noch einen sehr leckeren Kuchen. Gestärkt für die Heimfahrt nehmen wir Abschied vom Norden.

Garten von Tanja Bolken
Foto: Garten von Tanja Bolken

Eine schöne Reise geht zu Ende. Vielen Dank für die tolle Gastfreundschaft mit vielen Hellebori-Gesprächen!
von Ulrike Link

Gartenreise in die Niederlande März 2019

Die Fachgruppe Helleborus geht wieder auf Reise. Dieses Mal hat uns unser Mitglied Birgit Fellecke eine Reise in die Niederlande vom 08. bis 10.03.2019 zusammengestellt. Jasmin unsere Busfahrerin fährt uns souverän von Aschaffenburg in die Niederlande zu unserer ersten Gärtnerei in Ede. Herzlich heißt uns Hans Kramer in seiner Gärtnerei „De Hessenhof“ willkommen und gibt uns eine kurze Einführung in seine züchterische Arbeit mit den Hellebori. Hans Kramer legt Wert auf einen biologischen Anbau und auf Standfestigkeit.

Und dann können wir in der wundervollen Gärtnerei Hellebori und andere Stauden kaufen.

Nach diesem kurzen und beeindruckenden Besuch der Gärtnerei „De Hessenhof“ geht es weiter zu unserem Hotel. Ein feines Abendessen wird uns serviert.

Am Samstag führt uns der Weg nach Ter Aar zu Ellen Akerboom, sie ist für Ihre Züchtung „Double Ellen“ bekannt. Kaum dort angekommen, sehen wir schon die ersten Hellebori. Ellen Akerboom, eine professionelle Züchterin, erwartet uns schon und geht mit uns durch ihre riesigen Gewächshäuser. Sie erklärt uns, wie ihre Züchtungen funktionieren.

Gärtnerei Ellen Akkerboom

Es ist ein Hellebori-Rausch, ein gigantisches Angebot gefüllt, nicht gefüllt und in allen Farben. Die Entscheidung fällt schwer, was denn nun in die Kiste mit nach Hause darf. Glücklich und berauscht gehen wir mit einer Fülle von Hellebori vom Gelände. Langsam wird der Stauraum im Bus knapp; die Menge von Hellebori und anderen Pflanzen ist beeindruckend.

Busladung helleborus 2019

In der Mittagspause stärken wir uns im mittelalterlichen Amersfoort, gern wären wir noch länger im schönen Amersfoort geblieben.

In Hoevelaken im Garten „op de Haar“ erwarten uns Joyce und James Ramsbothan. Sie sind vor circa dreißig Jahren aus England in die Niederlande gezogen und haben in Hoevelaken einen Waldgarten mit sieben Gartenteilen angelegt. Man kann ihn verwunschen nennen. Es gibt eine Menge von Wegen, die oft von Wasserläufen begleitet werden. Seltene Pflanzen und Gehölze fügen sich dort harmonisch zusammen. Obwohl es kalt und regnerisch war, hatten wir einen gelungenen Gartentag.

Zurück im Hotel führten wir, die Fachgruppe, unsere Jahreshauptversammlung mit Wahlen durch.

Wir haben neu gewählt:

Ulrike Link wird Gruppenleiterin, Birgit Fellecke bleibt Schriftführerin und Susanne Schleuter wird Kassenwartin.

Für unsere Reise 2020 wurde eine Selbstanreise festgelegt. Wir treffen uns im Norden zwischen Bremen und Bad Zwischenahn vom 14. - 16. Februar 2020.

Der letzte Tag ist gekommen. Heute fahren wir nach Espel in Flevoland zum Garten „De Stekkentuin“ von Wies Voesten. Sie empfängt uns herzlich und freundschaftlich.

Wies Voesten

1985 hat sie mit Stecklingen das Sammeln verschiedener Stauden angefangen. Dadurch hat sie im Laufe der Jahre ihr Wissen autodidaktisch erworben. Heute sehen wir einen besonnen angelegten Garten. Ein wunderbarer Garten mit vielen Räritäten, dessen Schwerpunkte die Blattform und –farben sind.

Gute Tipps zur Pflege und Düngung für die Hellebori haben wir von Wies Voesten mitgenommen und manch Helleborus wurde für uns aus dem Mutterquartier ausgegraben. Auch heute war es regnerisch und kalt, Wies Voesten und ihr Mann haben uns mit Kaffee und Keksen bewirtet.

Auf unserer Reise kamen viele gute Gespräche über Hellebori und Stauden zustande, wir haben ausgiebig gefachsimpelt.

Helleborus Reise 2019 Gruppe

So geht eine schöne, harmonische Reise in die Niederlande zu Ende.

Treffen im Schloßpark Dennenlohe - Mai 2017

Treffen im Schlosspark Dennenlohe: einem Park mit asiatischem Einschlag

Text: ©2017 Sylvia Knittel

Der Schlosspark Dennenlohe liegt samt Schloss in Mittelfranken, in einer reizvollen, leicht geschwungenen Landschaft. Bekannt ist der Park wegen seiner Rhododendron-Sammlung. Das war auch der Grund, weshalb Christine Bahlo das Treffen der Helleborus-Fachgruppe der GdS (Gesellschaft der Staudenfreunde e.V.) dort organisiert hat. Es war ein schönes Wiedersehen mit vielen Mitfahrern unserer Helleborus-Reise im Februar 2017. Samentausch war auch angesagt und so okkupierten wir nach dem Mittagessen einen Tisch in der zum Restaurant umgebauten Scheune. Kartons und Körbe voll mit abgeschnittenen Blüten mit den angesetzten Samen stapelten sich darauf und jeder konnte sich aussuchen, was ihm oder ihr im Garten noch fehlte. Auch einige vorgezogene Sämlinge gab es zum Tausch. Dazu gab es Tipps, wie die Aussaat gelingt.

Der Garten direkt am Schloss ist mit verschiedenen Staudenbeeten angelegt. Als Privatgarten ist er nicht immer geöffnet. Die Mauer um den Garten ist mit einem runden Tor durchbrochen, das in den Park führt. Das rote Tor kann auf- und zugeschoben werden.


©2017 Sylvia Knittel

Wenn das Tor offen steht, ergeben sich wundervolle Durchblicke. Nicht nur an dieser Stelle hat der Schlosspark einen stark asiatischen Einschlag. Zwischen einem wahren Wald von verschiedensten Rhododendren schlängelt sich der Weg entlang dem Ufer des großen Mühlenweihers.


©2017 Sylvia Knittel

Eine rote Brücke führt über einen Wasserlauf, der den kleinen, mit Krebsscheren bedeckten Teich mit dem großen Mühlenweiher verbindet. 


©2017 Sylvia Knittel

Charmant ist auch die Steinbrücke mit dem Blick auf die Gras-Arena. Der Wasserweg zum großen Teich ist mit kleinen künstlichen Inseln angelegt. Die Gras-Arena wird bespielt mit Veranstaltungen, Theater und Musik.


©2017 Sylvia Knittel

Folgt man dem Weg am Ende des Teiches, so geht der Rhododendronpark in den sehr großen und weitläufigen Landschaftspark über. Der Weg geht bergan, hier kommt man zu einer kleinen Anhöhe mit einem Tempel, den die Süsskinds in Bhutan eigens anfertigen ließen. Die im Wind flatternden Gebetsfahnen ergeben ein sehr stimmungsvolles Bild.


©2017 Sylvia Knittel

Dort ist das räumliche Ende des großen Schlossparks erreicht, in dem immer weiter neue Garten- und Landschaftsanlagen entstehen. Die Fläche ist sehr weitläufig und bietet viele Entwicklungsmöglichkeiten.

Es lohnt sich, an den Wochenenden vorbeizuschauen, wenn der gesamte Park inklusive Garten geöffnet hat. Die Zeiten findet man auf der Homepage www.dennenlohe.de.

 

Gartenreise nach Belgien und Nordfrankreich - Februar 2017

Text: Jutta Heußlein

Die erste Reise der im Jahr 2016 gegründeten Fachgruppe Helleborus führte 20 Helleborus-Begeisterte vom 16. bis 19. Februar 2017 nach Belgien und Nordfrankreich.

Dank der günstigen Verkehrslage konnte die Gruppe auf der Hinreise eine Pause im Arboretum Bokrijk (Region Gent) einlegen. Auf 18 Hektar sind hier u.a. die größte Ilex-Sammlung in Europa sowie die belgische nationale Bambus-Sammlung beheimatet. Weitere Schwerpunkte sind Magnolien, winterharte Farne und Berberitzengewächse. Am Abend konnten in der wunderschönen Altstadt von Antwerpen am “Grote Markt” die prachtvollen Gildehäuser aus dem 16./17. Jahrhundert bestaunt werden.

Der Privatgarten “De Hemelrijk” der Familie de Belder unweit von Antwerpen war am Freitag unser erstes Ziel. Jelena und Robert de Belder erlangten weltweite Bekanntheit als Begründer des berühmten Arboretums in Kalmthout. 1961 bot sich für das Ehepaar die Gelegenheit, ein in der Nähe des Arboretums gelegenes verwahrlostes Grundstück von rund 100 Hektar Größe zu erwerben. Sie machten es urbar, um tausende Sämlinge v.a. von Hamamelis, Prunus, Rhododendron und Hydrangea paniculata aufpflanzen, beobachten und auslesen zu können. Seit dem Tod Jelena de Belders im Jahr 2003 wird “De Hemelrijk” von ihrer Familie weitergeführt. Glücklicherweise fiel unser Reisetermin mit dem Höhepunkt der Hamamelisblüte zusammen. Auf “Hemelrijk” wird ihnen der Raum zugestanden, den sie brauchen, um unbedrängt ihren typischen, mehr in die Breite als in die Höhe gehenden Habitus zu entwickeln.


Foto © 2017 Jutta Heußlein  Hamamelis x intermedia Aphrodite

 

Anschließend ging es weiter ins Arboretum Kalmthout, dort hat auf 12,5 Hektar eine der bedeutendsten Pflanzensammlungen Europas ihr Zuhause gefunden. Kalmthout wurde zu einem wahren Traumgarten entwickelt, der zu jeder Jahreszeit mit seltenen Pflanzen aus der ganzen Welt begeistert. Der Winter ist hier eine ganz besondere Zeit. Wenn die Pflanzen der europaweit ältesten Zaubernuss-Sammlung ihre gelben, orangefarbenen und roten Blüten an den kahlen Zweigen zeigen und ihren kräftigen, herrlich süßen Duft verströmen, ist das ein unbeschreibliches Erlebnis.


Foto © 2017 Jutta Heußlein    Der Hamamelispfad in Kalmthout

Nachdem ursprünglich ausschließlich Hamamelis gesammelt wurden, hat sich das Arboretum inzwischen auf sämtliche Winterblüher spezialisiert. Die meisten Helleboren blühten zum Zeitpunkt unserer Reise leider noch nicht, jedoch konnten wir uns an den vielseitigen Strukturen der teilweise sehr seltenen Gehölze und ihren Rindenfarben erfreuen sowie an blühenden Viburnum, Cyclamen, Galanthus und anderen Winterblühern.

Ganz im Zeichen von Helleborus wurde der Samstag zum Höhepunkt unserer Reise. Früh am Morgen brachen wir nach Nordfrankreich auf. In Hantay nahe Lille war die Staudengärtnerei 'Plantes Vivaces' von Sandrine und Thierry Delabroye unser erstes Tagesziel. Thierry Delabroye ist einer der bekanntesten Staudenzüchter Europas mit den Spezialgebieten Helleborus, Heuchera und Epimedium. U.a. ist er Züchter der bekannten Heuchera 'Caramel'. Nach sehr freundlichem Empfang öffnete Thierry Delabroye eigens für uns einen bislang noch nicht für den Verkauf freigegebenen Folientunnel, und so konnten wir ungestört im vollen Angebot seiner herrlichen Helleboren stöbern. Hier war garantiert für jeden Geschmack etwas dabei. Sogar die Raritätenjäger unter uns fanden neue Schätzchen für ihren Garten.


Foto © 2017 Sylvia Knittel  Jagdfieber bei Plantes vivaces Delabroye


Foto © 2017 Jutta Heußlein   
Anemonenbluetige Helleborus-hybride aus der Gaertnerei Plantes vivaces Delabroye

Weiter ging es zur in Oostkamp ansässigen Staudengärtnerei Het Wilgenbroek. Thierry und Anneke Van Paemel sind Helleboruszüchter von weltweitem Ruf und führen ein außergewöhnliches und sehr umfangreiches Sortiment an Christ- und Lenzrosen.


Foto © 2017 Jutta Heußlein   Verkaufsraum bei Het Wilgenbroek


Foto © 2017 Jutta Heußlein  
Helleborus Royal Sofia von het Wilgenbroek.
Eine Kreuzung zwischen H. niger und H. sternii


Foto © 2017 Jutta Heußlein    Helleborus purpurascens


Foto © 2017 Sylvia Knittel   Helleborus-hybride rot gefuellt

Zusätzlich werden auch andere Stauden sowie Gehölze und Blumenzwiebeln in großer Auswahl angeboten. In den gepflegten und sehr geschmackvoll gestalteten Außenanlagen kann sich der Besucher Anregungen für gelungene Pflanzkombinationen holen.
Die Zuchtpflanzen unter den Helleboren werden übrigens von Hand bestäubt, um jedes Jahr neue eigene Selektionen in markttauglichen Stückzahlen anbieten zu können. Beim Betrachten allein blieb es natürlich auch hier nicht! Ein dicht an dicht mit Helleboren und anderen Pflanzen gefülltes Wägelchen nach dem anderen rollte zum Bus.

Foto © 2017 Sylvia Knittel    Gruppenfoto in der Gaertnerei het Wilgenbroek

Am späten Nachmittag blieb noch Zeit, die Gärtnerei Alpenplanten von Cathy Portier bei Brügge zu besuchen. Der Schwerpunkt dieser Spezialgärtnerei liegt auf Galanthus, Rhodohypoxis (Grassterngewächse mit Heimat in Südostafrika), Primula auricula und Dierama (Trichterschwertel, Zwiebelstaude aus Südafrika).
Auf 1000 m² befindet sich im Freigelände ein Steingarten mit diversen Felspflanzen und niedrigen Stauden. Wir schlenderten durch eine wunderbar angelegte Pflanzung mit vielen verschiedenen winterblühenden Gehölzen und Stauden, vor allem aber einer umfangreichen Galanthus-Sammlung mit zum Teil sehr seltenen Arten. Besonders harmonisch wirkten Tuffs der filigranen Schönheiten zusammen mit Cyclamen und Adonisröschen in einem kleinen Birkenwäldchen.


Foto © 2017 Jutta Heußlein   Gärtnerei Alpenplanten

Anschließend fuhren wir direkt nach Brügge, wo vor dem Abendessen noch ausreichend Zeit für einen ausgedehnten Bummel durch die prächtige fast vollständig erhaltene mittelalterliche Altstadt blieb. Malerisch liegen die historischen Patrizier- und Zunfthäuser an romantischen Gassen und Grachten. Der Glanz vergangener Zeiten strahlt auch heute noch im historischen Stadtkern, der im Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe gekürt wurde.

Am Sonntagmorgen gab es in der Wallonie nahe der Stadt Namur einen Zwischenstopp im Garten von Brigitte Tonneau. Auf 6000 m² erwartete sie uns in ihrem geschmackvoll angelegten und sehr gepflegten Gartenreich. Die große Passion der Gärtnerin sind die Schneeglöckchen. Wir konnten rund 200 Sorten in voller Blüte bewundern. In Kombination mit Helleborus, Cyclamen, Epimedium und Eranthis sowie vielen Gehölzen verteilen sich die Tuffs in Inselbeeten und entlang harmonisch geschwungener Wege. Ein schön modellierter Steingarten bildet einen besonderen Blickfang.


Foto © 2017 Jutta Heußlein    Garten Tonneau

Unser Fazit lautet: Die Reise war ein voller Erfolg und von Birgit Fellecke und Christine Bahlo hervorragend geplant und durchgeführt. Nach Möglichkeit sind wir alle im kommenden Jahr wieder mit von der Partie, wenn die Reise vom 9. bis 11. März 2018 in Vorfrühlingsgärten von GdS-Mitgliedern und nach Erfurt zur Raritätenbörse geht.

 

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