Reisebericht von Susanne Zimmermann
Schaugarten Jelle Grientjes in Herwen
Unsere erste Station war der Schaugarten des zurzeit auf Instagram sehr gefragten Gartengestalter Jelle Grientjes in Herwen. Der etwa 5000 m² große Garten strahlt eine wilde und durch die große Anzahl an Gräsern auch leichte Naturhaftigkeit aus. Rasenwege führen durch hochaufgewachsene Staudenflächen. Jelle Grientjes gab viel seines Wissens, beispielsweise zur Pflege der großen Flächen, weiter. Diese werden Anfang des Jahres auf ca. 30 cm abgeschnitten, anschließend folgt ein gründlicher Pflegegang, gefolgt von einem weiteren Schnitt, bei dem der größte Teil des Schnitts auf der Beetfläche verbleibt.
©2025 Susanne Zimmermann
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Privatgarten von Nico Wissing in Megchelen
Anschließend führte unsere Reise in den Privatgarten von Nico Wissing in Megchelen. Der bekannte Landschaftsarchitekt gab uns bei Kaffee und Gebäck eine kurze Einführung in seinen Garten und führte uns anschließend über das 30.000 qm große Grundstück mit klassischen und naturnahen Elementen wie geschnittenen Hecken, prachtvolle Staudenbeeten im Senkgarten, Gemüsegarten und wilden Blumenwiesen. Besonders wichtig ist ihm der Verzicht auf Pestizide. Mit einem großen Sedum-Gründach und einer Vielzahl an Nistkästen zeigt sich die weitere Vielfältigkeit und die vielen Lebensräume seines Gartens.
©2025 Susanne Zimmermann
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Park of Dutch Dreams in Doetinchem
Als nächstes besichtigte die Gruppe die öffentliche Grünanlage „Park of Dutch Dreams“ in Doetinchem. Eine etwa 8000 m² große Fläche zwischen Fluss und stark befahrener Straße gelegen, wurde unter der Leitung von Nico Wissing von ihm selbst und von den Gartengestaltern Piet Oudolf, Climmy Schneider, Tom de Witte, Jacqueline van der Kloet und Bart Hoes gestaltet. Trotz der unterschiedlichen Gestalter wirkt die Fläche aufeinander abgestimmt und lässt die stark befahrene Straße fast vergessen.
Abends gab es noch eine Stadtführung durch das pittoreske an der Ijssel gelegene Doesburg.
©2025 Susanne Zimmermann
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Gärtnerei Hessenhof in Ede
Der zweite Tag führte uns zunächst in die Gärtnerei Hessenhof in Ede von Hans Kramer, der uns herzlich begrüßte. Besonders das Mutterpflanzenquartier ließ die Herzen der Staudenfreunde höherschlagen. Die Auswahl war riesig und die Entscheidung fiel schwer, doch schließlich konnten viele Staudenschätze erworben werden, so dass der Bus anschließend knapp an die Zuladungsgrenze stieß. 😉
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Schloss Het Loo bei Apeldoorn
Bei einer Gartenführung im Schloss Het Loo, bei Apeldoorn erfuhren die Teilnehmenden viel über die in den letzten Jahrzehnten rekonstruierte Anlage des Barockgartens. Die nah am Schloss gelegenen Teile, Garten des Königs und Garten der Königin, sind nun mit der neuen, aus Belgien stammenden und resistenten Buchsbaumsorte „Hermitage“, bepflanzt ist. Die ganze Anlage ist streng geometrisch und symmetrisch angelegt mit vielen Prunkvasen, Statuen und Springbrunnen. An Mauern gezogenes Spalierobst, das dreimal im Jahr, im Januar, Mai und August geschnitten protzte mit riesigen Mengen Birnen, Äpfeln und Feigen.
©2025 Susanne Zimmermann
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Der Nachmittag des zweiten Tages war leider von gewittrigen Schauern begleitet, so dass nur kurze trockene Zeitfenster für einen ungetrübten Gang durch die zwei Privatgärten blieb. Dennoch wurden wir von den Gartenbesitzern auf das herzlichste empfangen.
Garten de Wilgenkamp in Nijkerk
Den Garten de Wilgenkam in Nijkerk, entworfen von Liesbeth Canneman, erreichten wir über einen Weg entlang von alten Kopfweiden. Bei Starkregen wurden wir mit Kaffee und köstlichem Gewürzkuchen verwöhnt. Der etwa 15.000 m² große Garten steckt voller Überraschungen. Es gibt einen mit Hecken eingefassten Gemüsegarten, der außer Gemüse auch eine Vielfalt von Sommerblumen enthält. Klassische English Border, ein von Hecken umgebener Rosengarten und ein Teich mit üppiger Randbepflanzung runden den schön angelegten Garten ab.
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Garten Albertine van Schelven in Terschuur
Als nächstes besuchten wir den Garten Albertine van Schelven in Terschuur. Der 5000 qm große ländlich angelegene Garten wurde im Jahr 2005 von Beline Geertsema entworfen. Üppige Stauden und Rosenbeete liegen rund um das Reet gedeckt Haus. Besonders das Beet mit gelber Bepflanzung leuchtete trotz grauem Schauerwetter. Der Blick kann weit über Teich mit Trauerweide in die dahinter liegende Landschaft schweifen. Bei einem Glas Wein ließen wir dort, während eines erneuten heftigen Regenschauers, unseren Gartentag ausklingen.
©2025 Susanne Zimmermann
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Garten New Robbekampen in Dreumel
Der dritte Gartenreise-Tag führte uns in den mit außergewöhnlichen Gehölzen bepflanzten Landschaftspark New Robbekampen in Dreumel. Der nur 13 Jahre alte Park beeindruckte mit bereits groß gewachsenen Bäumen, die die Fruchtbarkeit des Bodens deutlich machen. Herr van Egmond begrüßte uns und zeigte uns den Garten aus Sicht des Imkers. 10 Bienenvölker hält er auf dem Gelände. Rasenwege führen zu einem Teich, entlang von Gehölzraritäten und üppiger Staudenunterpflanzung durch die 15.000 m² große Fläche. Selbst Bananen wachsen dort und zeigen mit Rhizinus und Fackllilie zusammen ein exotisches Bild.
©2025 Susanne Zimmermann
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Tuin de Mehre in Susteren
Der von der Gartenarchitektin Dina Deferme entworfene Haus-Garten Tuin de Mehre in Susteren ist durch viele, streng geschnittene Hecken in verschiedene Gartenräume unterteilt und geben den Stauden einen Rahmen. Diana und Rob Koolen empfingen uns herzlich und stellten uns auch die interessanten Garten-Pläne zur Ansicht zur Verfügung. Es gibt unterschiedliche Sitzplätze, die immer wieder einen neuen Blick in den Garten ermöglichen. Am Teich lassen sich Frösche beobachten, Natursteinwege führen in und durch den Garten.
©2025 Susanne Zimmermann
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De Goede Gaard in Urmond
Zuletzt besuchten wir den Garten De Goede Gaard in Urmond von Babke Moelee und Frans van Straaten. Das Künstlerpaar schuf auf der ehemaligen 9000 m² großen Schafweide seit 2017 einen mit Stauden in abgestimmten Farben überbordenden Garten mit geschwungenen Rasenwegen. Ihre Kunstwerke fügen sich dort als Gestaltungselemente auch farblich ein. Über die vielen in Farbverläufen angelegten Dahlien-Beete hinweg wandert der Blick in die Weite der Landschaft bis zur Maas. Der Selbstversorger-Garten ist mit einem sich harmonisch einfügenden niedrigen Staketen-Zaun eingefasst und birgt reichlich Obst und Gemüse.
©2025 Susanne Zimmermann
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