Pelargonium-Wildarten

Pelargonium-Wildarten
Pelargonium australe, Foto vom 6.8. (© Spender 55)
Familie
Geraniaceae (Storchschnabelgewächse)
Weitere deutsche Namen
Der häufig gebrauchte Name Geranie ist falsch.
Aussaatanleitung

Im Gegensatz zu den fast immer sterilen Pelargonien-Züchtungen für Balkonkästen u.ä. bilden die Wildarten fertile Samen. Dieser wird Anfang Februar auf sandige Anzuchterde gelegt und nur angedrückt, nicht abgedeckt (Lichtkeimer). Allenfalls kann man eine sehr dünne Schicht Sand darüber streuen. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit wird der Anzuchttopf mit Folie bzw. Glas abgedeckt oder in ein Zimmergewächshaus gestellt und gleichmäßig feucht gehalten. Die Temperatur sollte bei 20°C bis 22°C liegen. Zur Keimung kommt es nach zwei bis drei Wochen. Danach wird die Temperatur etwas abgesenkt und die Abdeckung mehrmals am Tag gelüftet und schließlich ganz entfernt, um Fäulnis zu verhindern. Wenn die Pflänzchen drei oder vier Blätter haben, werden sie in nährstoffreichere Erde pikiert und allmählich an die Sonne gewöhnt.

Wuchsverhalten, Standortansprüche

Nicht winterharte Stauden oder Halbsträucher. Die meisten der Pelargonien-Wildarten benötigen als Sukkulenten wenig Wasser. Insbesondere im Winter kommen sie fast gänzlich ohne Wasser aus; bei zu feuchtem Boden verfaulen sie. Das Substrat sollte steinig und durchlässig sein, Der Topf darf nicht in einem Untersetzer stehen, damit das Wasser ablaufen kann. Der Standort sollte sonnig und warm sein. In Regenperioden müssen die Pflanzen vor zu viel Wasser geschützt werden. Überwintert werden sie kühl aber frostfrei und hell. Bei ganz trockenem Stand vertragen sie sogar ganz leichte Frostnächte.

Weitere Informationen

Die etwa 280 Pelargonium-Arten kommen fast alle aus Südafrika oder Namibia. Einige Arten duften angenehm oder haben attraktive Blätter.

Pelargonium endlicherianum aus der Türkei kann in Deutschland in milden Gegenden im Freiland mit Nässeschutz überwintert werden. Für diese Art gibt es ein eigenes Datenblatt.