Olea europaea

Olea europaea (Olivenbaum)
Olea europaea, Foto vom 29.Mai (© Spender 55)
Familie
Oleaceae (Ölbaumgewächse)
Weitere deutsche Namen
Ölbaum, Olivenbaum
Aussaatanleitung

Die Aussaat ist grundsätzlich ganzjährig möglich, am besten aber bald nach der Samenernte. Die harten Kerne werden mit Schmirgelpapier oder einer Feile leicht angeschliffen und 24 Stunden in lauwarmem Wasser eingeweicht. Die Aussaat erfolgt in sandige Aussaaterde etwa 2 cm tief. Der Topf wird bei einer Temperatur von etwa 22°C gleichmäßig feucht gehalten. Bis zur Keimung dauert es vier bis acht Wochen. Nach weiteren zwei Monaten kann pikiert werden.

Wuchsverhalten, Standortansprüche

Sehr langsam wachsender, wintergrüner, grenzwertig winterharter Baum. Er kann über 1000 Jahre alt und dabei bis zu 20 m hoch werden, lässt sich in Kultur aber sehr gut beschneiden (im März). Der Olivenbaum braucht kaum Pflege, ist anspruchslos und benötigt kaum Wasser. Wichtig ist ein durchlässiger Boden und ein windgeschützter, warmer und sonniger Platz. Bei Kübelkultur muss die Überwinterung kalt, aber frostfrei und hell erfolgen. Eine Freilandkultur ist im Zuge der Klimaerwärmung auch in Deutschland in den mildesten Gegenden immer öfter möglich. Die nicht zu alten Bäumchen sollten im Frühjahr gepflanzt werden, damit sie bis zum Herbst gut einwurzeln können.

Weitere Informationen

Die Heimat des wilden Olivenbaumes ist das Mittelmeergebiet und Südafrika. Die Kulturformen werden weltweit in klimatisch zusagenden Gebieten angebaut und stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. 90% der geernteten Oliven werden zu Öl verarbeitet. Für einen guten Ertrag ist eine Fremdbestäubung nötig. Allerdings gibt es unter den mehr als 1000 Sorten auch selbstfruchtende. Die Sorte `Frantoio´ ist selbstfruchtend und frosttolerant bis -19°C.