Humulus lupulus

Humulus lupulus (Echter Hopfen)
Humulus lupulus, weibliche Pflanze. Foto vom 17.9. (© Spender 55)
Familie
Cannabaceae (Hanfgewächse)
Aussaatanleitung

Zwischen März und Mai im Freiland ausgesät und bei Temperaturen um 15°C gleichmäßig feucht gehalten, erfolgt die Keimung nach etwa zwei Wochen. Nach anderen Angaben handelt es sich um einen Kaltkeimer, der schon im Januar im Freiland ausgesät wird.

Wuchsverhalten, Standortansprüche

Sommergrüne Schlingstaude. Aus einem dicken Rhizom entwickelt die Pflanze viele Meter lange Triebe, die sich an Büschen und Bäumen hochranken. Hopfen wächst am liebsten in einem stickstoffreichen und feuchten Boden (Auwaldpflanze), kommt aber auch mit trockeneren Böden zurecht. Die Lage sollte sonnig sein. Die Pflanzen sind zweihäusig. Die im Juni und Juli erscheinenden Blüten sind unscheinbar, die Früchte der weiblichen Pflanzen dekorativ.

Weitere Informationen

Wilder Hopfen kommt in ganz Mitteleuropa vor, meist in der Nähe von Flussufern. Die ursprüngliche Heimat ist nicht mehr zu ermitteln. Zum Bierbrauen gibt es mehrere Hundert Sorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Im gewerblichen Anbau werden nur weibliche Pflanzen verwendet, um eine Befruchtung und damit Geschmackseinbußen zu verhindern. Im März ausgegrabene Sprösslinge (Hopfenspargel) gelten als Delikatesse.

Humulus lupulus 'Aureus' ist eine Sorte mit dekorativen gelben Blättern, die sich gut zum Beranken von Zäunen und als sommerlicher Sichtschutz eignet.