Crataegus germanica

Crataegus germanica (Echte Mispel)
Crataegus germanica, Foto vom 2.5. (© Spender 55)
Familie
Rosaceae (Rosengewächse)
Botanische Synonyme
Mespilus germanica
Weitere deutsche Namen
Deutsche Mispel
Aussaatanleitung

Kaltkeimer. Die Samen werden am besten ohne Fruchtfleisch direkt nach der Ernte im Spätherbst im Freiland oder in Töpfen, die im Freiland eingesenkt werden, ausgesät. Alternativ kann man nach Stratifizierung auch im Frühjahr aussäen. Beim Autor war die Erfolgsquote äußerst gering; bei Spender 240 liefen von zehn Samen im Herbst ins Freiland gesät sechs auf.

Wuchsverhalten, Standortansprüche

Sommergrüner, etwa 5 m hoher Baum oder Strauch. Er verträgt jeden normalen, auch trockenen Gartenboden in sonniger bis halbschattiger Lage. Besonders ein kalkhaltiger Lehmboden sagt ihm zu. Die Blütezeit erstreckt sich von Ende April bis Mitte Mai. Die Mispel ist sehr langlebig.

Weitere Informationen

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Crataegus germanica erstreckt sich vom Iran bis nach Italien. Kultiviert wird die Art aber seit langer Zeit in allen temperierten Gebieten Eurasiens. In Deutschland gilt das Gehölz als heimisch und kommt besonders westlich des Rheins an sonnigen Waldrändern zerstreut vor. Mit der japanischen Wollmispel (Eriobotrya japonica) hat die Pflanze nichts zu tun.

Es gibt etliche selbstfruchtende Zuchtformen mit größeren Früchten, die in kleinem Maßstab erst nach Frosteinwirkung geerntet zur Saft- und Marmeladenherstellung verwendet werden. Das Holz ist in der Kunsttischlerei sehr gesucht. Die Sorten werden meist auf Weißdorn, gelegentlich aber auch auf Birne, Quitte oder Eberesche gepfropft.